Pünktlich am 63. Tag der Trächtigkeit kam unser sehnlichst erwarteter

D-Wurf, 2 Rüden und 6 Hündinnen, zur Welt

 

Bi Jua zeigte bereits am Sonntag Anzeichen, dass die Geburt ihrer Welpen nicht mehr lange auf sich warten ließ. Die Temperatur fiel mittags auf ihren Tiefpunkt und Appetit hatte sie auch gar keinen mehr. Die Nacht war bis auf mehrmaliges Buddeln ihrer Decken und Kissen noch relativ entspannt.

 

Am Montagmorgen legte sie sich zu mir ins Büro und gebar um 12.30 Uhr ihren 1. Welpen. Sofort waren ihre Mutterinstinkte geweckt. Bi Jua nabelte ihren Erstgeborenen ab und schleckte ihn mit viel Einsatz trocken. Der kleine Junge, unser „Herr Blau“ war agil und machte sich sofort mit großem Appetit an die Milchbar. Nachdem erneut leichte Wehen einsetzten zogen wir in die Welpenkiste. Unsere fürsorgliche Mutter betüddelte ihren „Kleinen“ und war glücklich und zufrieden.

 

Inzwischen waren Hannah und meine beste Freundin und Züchterkollegin Susanne aus Witten eingetroffen. Bi Jua war völlig entspannt und umsorgte ihren Welpen mit viel Hingabe. Als nach 2 Stunden noch kein weiterer Welpe geboren war, rief ich unsere Tierärztin in Paderborn an. Auf ihren Rat hin, packten wir Bi Jua, unseren kleinen Helden zahlreiche Decken, Handtücher, Körnerkissen und diverse Utensilien ein und machten uns auf den Weg in die Praxis.

 

Unsere Doktor „Gabi“ stellte fest, dass ein Welpen im Geburtskanal steckte. Sie spritze ein Wehenmittel in der Hoffnung die Geburt wieder in Gang zu bekommen. Bi Jua bekam erneut Wehen, schaffte es aber nicht den Welpen zu gebären. Gegen 20.00 Uhr kamen dann die 7 Geschwister per Kaiserschnitt zur Welt.

 

Wir 3 Mädels hatten alle Hände voll zu tun, um die Welpen zu rubbeln. Das Mädchen, was so lange im Geburtskanal gesteckt hat, atmete nur sehr flach und schnappte wie ein Fisch nach Luft. Wir waren erst einmal glücklich, dass es Bi Jua soweit gut ging, wir in der Praxis die Welpen anlegen konnten und alle 7 lebten. Wir sind dann glücklich, doch auch besorgt, nach Hause gefahren. Bi Jua bezog mit ihrer Welpenschar in die Wurfkiste und säugte und leckte hingebungsvoll obwohl ihr die Augen immer wieder zufielen.

 

Nachdem wir (wie immer nach den Geburten kam der Pizza-Service) uns Menschen gestärkt hatten begannen wir die Welpen zu wiegen, mit Halsbändern zu bestücken und sie uns genauer anzusehen.

 

2 Rüden und 6 Hündinnen mit Geburtsgewichten zwischen 295 und 380 g wuselten immer munterer werdend durch die Wurfkiste. Auch unser Sogenkind trank und ihre Lebensgeister waren geweckt.

 

Susanne und ich haben noch lange fachsimpelnd an oder in der Wurfkiste gesessen und mussten feststellen, dass wir wieder mal um eine Erfahrung reicher geworden sind. Dies war unsere 7. gemeinsame Geburt und für uns beiden schon etwas Besonderes. Schließlich sind unsere D-Wurf-Welpen sozusagen unsere Enkelwelpen. Susanne hat den Opa Pino zuhause und wir die Oma Gheila.

 

Kurz gesagt: Hundezucht mit ganz viel Herz

 

 

Oma Gheila und Opa Pino.

Durch einen Klick auf das Foto geht es zu den ersten Fotos unseres D-Wurfes.

Die Nacht war ruhig und entspannt. Bi Jua und auch ihre Welpen hatten Appetit und jeder Welpe, auch unser Sorgenkind, hatte zugenommen.

 

Ende gut … alles gut.

 

Wir wünschen uns und tun was in unserer Macht steht, dass es so bleibt.