Mantrailing

 

Bereits in 2012 fand ein Mantrailing Workshop in unserer Landesgruppe ¾ der DZRR statt. Damals hat Romy Schmidt uns eine Einweisung in diese Art der Nasenarbeit gegeben. Alle Kursteilnehmer waren begeistert und von der Nasenleistung unserer Hunde fasziniert.

 

Auch mich hat diese Art der Beschäftigung sehr gefesselt. Ich habe an dem Workshop mit Bi Jua teilgenommen. Beim Mantrailing erhalten die Hunde geringe Unterstützung ihres Menschen und sind gefordert selbständig zu entscheiden und der Geruchsspur zu folgen. Da Bi Jua eine gehorsame und abwartende Hündin ist, hat diese Art der Beschäftigung ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Unser Sonnenschein ist förmlich über sich hinausgewachsen. Es geht mir jedesmal das Herz auf wenn ich sehe wie sie sich freut wenn sie die Zielperson gefunden hat, die sie dann natürlich mit Leckereien belohnt.

 

Wir haben das Mantrailing privat auch immer mal wieder aufgegriffen, doch es ist nicht immer einfach geeignete Zielpersonen „Opfer“ zu finden, die bereit sind unter Umständen bis zu einer ½ Std. in einem Versteck auszuharren

 

Birgit Kappler-Reinhold bietet in ihrer Hundeschule u.a. auch Mantrailing-Kurse an : 

 

http://enchantehundeschule.wordpress.com/kurse-vortrage

 

Ich habe mich dort mit Bi Jua zu einem Schnupperkurs angemeldet und mich wieder neu infizieren lassen. Für unsere Ridgebacks ist es einfach eine Beschäftigungsmöglichkeit die ihnen sehr viel Spaß macht und sie komplett auslastet. Wir haben auf dem Paderborner Schützenplatz zwischen vielen Menschen und anderen Hunden getrailt, die förmlich ignoriert wurden. Die Hunde sind so sehr im Suchmodus auf ihren Job konzentriert und verfolgen ihr Ziel.  

 

Somit haben wir das Mantrialing-Training auch in unsere Landesgruppe wieder aufleben lassen. Am letzten Freitag hat das 1. Training auf dem Bauerkamp in Schlagen stattgefunden. 6 Hunde zwischen 16 Wochen und 7 Jahren haben an dem Training teilgenommen und ihre Besitzer beeindruckt.

 

Birgit hat mit Fachkenntnis einfühlsam und sehr geduldig jeden einzelnen Hundeführer angeleitet. Das Gelände bot für jeden Trainingsstand von geringer bis hoher Ablekung genügend Versteckmöglichkeiten. Das Dammwildgehebe, freilaufende Katzen, Restaurantbesucher die im Biergarten saßen, schreiende Kinder, die sich im Planschbecken tummelten und rauchende Grills mit verlockenden Gerüchen boten ordentliche Reize.

 

Bi Jua war zu diesem Zeitpunkt läufig und zu Beginn ihrer Standhitze. Sie ließ sich lediglich von den Markierungen, die Chuma, der vorangegangene Rüde hinterlassen hatte, kurz ablenken und machte wieder einen tollen Job. Unsere Gheila-Balou-Tochter Cya fand nach kurzer Orientierungslosigkeit wieder ihre Geruchsspur und endeckte erneut den Spaß am trailen. Auch Morani, Cyas Bruder und seine lieben Menschen haben uns besucht. Katrin und Lucas haben sich bereit erklärt Zielpersonen, "Runner" zu sein. Morani musste geduldig im Auto ausharren, was unserem Arbeitshund nicht ganz leicht gefallen ist. Er durfte nicht mit Trailen, da er sich in Ausbildung zur Fährtenprüfung befindet. Danke Katrin und Lucas für eure Unterstützung und die schönen Fotos.

 


Das Mantrailing-Training werden wir auf jeden Fall regelmäßig wiederholen. Die neuen Termine werden in Kürze auf der Homepage unseres Verein bekanntgegeben: http://www.dzrr.de/news/termine

 

Hier sind sie:

 

 

Zum Mantrailing:

 

Das Mantrailing (englisch man „Mensch“ und trail „verfolgen“) ist die Personensuche unter Einsatz von Mantrailern, „Personenspürhunden“. Dabei wird der hervorragende Geruchssinn der Hunde ausgenutzt.

 

Ein Mensch verliert ständig Hautschuppen, tausende in jeder Minute. Die Hautpartikel werden durch Luftbewegungen (Wind oder z.B. fahrende Autos) verwirbelt und verstreut wenn der Mensch sich bewegt. Durch das Einwirken von Bakterien und beispielsweise Kosmetika entsteht ein Geruch, Individualgeruch, der zu suchenden Person.

 

Der Unterschied zwischen dem Mantrailing und anderen Nasenarbeiten besteht darin, dass der Mantrailer bei der Suche Gerüche von verschiedenen Personen trotz vieler Verleitungen unterscheiden kann und sich ausschließlich an den Geruchsmerkmalen des Runners „zu suchender Mensch“ orientiert und nicht wie bei der Fährtenarbeit an den Bodenverletzungen.

 

Mantrailer können im Gegensatz zu Fährtenhunden auch in Gebäuden und auf sämtlichen Untergründen eingesetzt werden.