Zucht heißt Verantwortung tragen

 

Unser Ziel ist es vor allem gesunde und wesensfeste Hunde nach den Kriterien des Standards zu züchten, Hunde die überall gerne gesehen sind und ihre Besitzer immer und überall begleiten.


Um dieses zu realisieren, machen wir uns viele Gedanken um die Wahl eines geeigneten Vatertieres, studieren das Pedigree, lernen ihn in verschiedenen Situationen kennen und überzeugen uns von seinem Wesen.


Auffällig ist, dass Hunde, die erfolgreich ausgestellt werden, doch nicht so perfekt sind, wie es auf den ersten Blick aussieht. Es gibt keinen perfekten Hund. Deshalb ist es besonders wichtig die Schwächen und Stärken der zu verpaarenden Hunde genau abzuwägen. Zucht bedeutet kompensatorisch zu verpaaren, d.h. die Fehler, die meine Hündin hat, sollte der Rüde keinesfalls haben. Genauso wichtig ist es, sich das Pedigree auch genauer anzuschauen. Wie sahen Vater und Mutter, Großväter und Großmütter aus und ist die Beurteilung der gefallenen Würfe und welche Fehler kamen darin vor.


Klar ist allerdings auch, dass bei noch so sorgfältiger Planung, die Mutter Natur ihr übriges dazu beiträgt. 


 

Welpenaufzucht

 

 

Zur Geburt wird über die Hälfte unseres Wohnzimmers, das direkt an die Küche angrenzt , als Welpenzimmer eingerichtet. Die Wurfkiste wird direkt unter einem Fenster (Morgensonne) aufgestellt. Während der gesamten Aufzucht ist mein Schlafplatz direkt neben der Wurfkiste bereitet, sodass sichergestellt ist, dass die Welpen rund um die Uhr versorgt sind und jeder Zeit, wenn nötig, Hilfe geleistet werden kann.

 

 

Sobald die Welpen die Wurfkiste verlassen, haben sie die Möglichkeit die überdachte Terrasse und später den Garten zu erforschen. Somit nehmen sie am alltäglichen Leben unserer Familie teil. Sie werden mit vielen Geräuschen und Gerüchen konfrontiert (z.B. Staubsauger, Fernsehen, Radio, Telefon, Türklingel, etc.…. und den Geräuschen von draußen (wie Motorgeräusche von Trecker, Auto und Motorsäge, Wiehern der Pferde und Hufgetrappel, Katzenmautzen, das Schießen der Jäger und die Schüsse des angrenzenden Truppenübungsplatzes, Geräusche, die sich auf der Straße abspielen und vieles mehr).


Ab der 6. Woche dürfen die Welpen unter Aufsicht ihren Radius erweitern und auch den komplett eingezäunten Hof incl. Reitplatzt belaufen. Dadurch ist gewährleistet, dass sie verschiedene Untergründe kennenlernen und angstfrei und selbstverständlich belaufen können, wie z.B. Rasen, Sand, Kies, Pfützen, Asphalt und Pflaster, Gitterrosten, Planen und Folien, auf Baumstämmen balancieren, über Paletten laufen, usw.

 

(.... wo ist man vor den Kleinen sicher ???)
(.... wo ist man vor den Kleinen sicher ???)

 

In dieser sogenannten Sozialisierungsphase kommt viel Besuch auch von Kindern und Besucherhunden. Auch der Papa der Welpen wird über den Wurfkistenrand schauen (meistens allerdings angewidert, denn die meisten Rüden mögen keine ganz kleinen Welpen).


Wir legen sehr viel Wert darauf, dass die Welpen in diesen Wochen möglichst viel erleben und mit einer großen Bandbreite von Reizen konfrontiert werden.


Ab dem Tag, an dem die Welpen in der Wurfkiste umher laufen, beginnt die Erziehung zur Stubenreinheit. Ab der 6. Woche beginnen die Welpen deutlich anzuzeigen, sodass wir auch nachts die Tür zum Garten öffnen und den Welpen die Möglichkeit geben ihr Geschäft nur noch draußen zu erledigen.


Sobald die Löwenjäger feste Nahrung zu sich nehmen, beginne ich mit der Konditionierung auf die Pfeife. Meine Gheila wurde von ihrer Züchterin bereits auf die Pfeife konditioniert. Dies habe ich bei den bisher gefallenen Würfen weiter praktiziert und ernte dafür von meinen Welpenbesitzern nur gute Resonanzen.


Wir wünschen uns für unsere Welpen verantwortungsbewusste Halter, die sich gerne und bei jedem Wetter in der Natur bewegen, die die Zeit aufbringen den Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig seiner Veranlagung entsprechend zu fördern und bereit sind ein hundelebenlang den Kontakt mit uns zu pflegen.


Züchter im VDH

 

Züchter die dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) und der FCI (Internationaler Verband, der Dachverband, dem auch der VDH angeschlossen ist) angehören geben ihre Welpen mit Papieren ab, die weltweit anerkannt sind, da in allen Ländern die gleichen, sehr hohen Standards gelten.


In Deutschland gibt es 3 RR-Vereine und Zuchtgemeinschaften, die diese Standards in ihren Vereinen vertreten und verfolgen. Dies sind:


Club zur Erhaltung der Laufhunde des südlichen Afrika (www.clubelsa.de)
Deutsche Züchtergemeinschaft Rhodesian Ridgeback (www.dzrr.de)
R
hodesian Ridgeback Club Deutschland (www.rrcd.de
)


Hunde mit Papieren dieser Vereine dürfen auf nationalen und internationalen Zuchtschauen unter der Schirmherrschaft der FCI und des VDH ausgestellt werden und haben, sofern sie zur Zucht zugelassen sind, eine Zuchtzulassungsprüfung bestanden, im Rahmen derer nicht nur das Exterieur, der Gesundheitszustand und veranlagungsrelevante Kriterien überprüft worden sind, sondern auch das Wesen im Hinblick auf Wesensfestigkeit bewertet worden ist.


Folglich erhalten Welpenkäufer bei VDH-Vereinen die größtmögliche Sicherheit einen gesunden, wesensfesten und dem internationalen Rassestandard entsprechenden Rhodesian Ridgeback zu erhalten.


Auf der anderen Seite gibt es Züchter (sogenannte Dissidenzzucht), die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht den Statuten und Auflagen der FCI bzw. des VDH unterwerfen. Die Welpen dieser Züchter, die oftmals auch in Vereinen oder Verbänden organisiert sind, werden auch mit Papieren verkauft. Die Papiere tragen aber niemals das Logo des VDH bzw. der FCI.


Hunde aus der Dissidenzzucht sind oft preisgünstiger als Hunde von VDH-anerkannten Züchtern. Das wundert insofern nicht, da die Auflagen des VDH eine Kommerzionalisierung und Massenzucht (mehrere Würfe gleichzeitig und Zucht verschiedener Rassen) verhindern und durch die extrem hohen Auflagen und Kontrollen die VDH-anerkannte Ridgebackzucht niemals von finanziellen Aspekten gesteuert sein kann.


Bitte lassen Sie sich bei dem Besuch des Züchters die Originalahnentafel zeigen, die Unterlagen der Zuchzulassungsprüfung, sowie die HD-, ED- und OCD-Ergebnisse.

Das Qualitätssiegel des VDH, dass jährlich neu beantragt werden muss, bescheinigt eine vertrauensvolle und kontrollierte Hundezucht. 

 

plakette 2013


 

Qualitätssiegel: "Züchter im VDH"